Gärten und Balkone bekommen derzeit einen unschätzbaren Wert

Neuste britische Studie bestätigt: Wer Garten oder Balkon hat, lebt und ist gesünder!

Salzgitter zählt nicht nur zu einer der größten Flächengemeinden in Deutschland. Salzgitter ist zudem die viertgrünste Stadt in unserem Land. Alleine die Grünflächen der TAG Wohnen haben einen Umfang von ca. 550.000 Quadratmeter. Zudem zieren ca. 13.000 Bäume Vorgärten und die Grünflächen hinter den 1.700 Häusern des Wohnungsunternehmens in Salzgitter.

„Nicht ohne meinen Garten“, bekundet TAG-Mieterin Regine Tielke leidenschaftlich. Als gelernte Gärtnerin weiß sie den Wert von Grünflächen zur Erholung und als Freizeitbeschäftigung zu schätzen. Flamingo-Ahorn, Zaubernuss, Johanniskraut – die Vielfalt in ihrem Garten ist einzig. Kein Wunder, denn die 50-Jährige hat vor ca. 10 Jahren ihr Hobby zum Beruf gemacht und sich zur Garten- und Landschaftsgärtnerin umschulen lassen. Für Regine Tielke ist deshalb klar: „Wo ich wohne, ist mein Garten.“

Als die engagierte Gärtnerin vor einigen Jahren eine neue Wohnung suchte war schnell klar: 150 Pflanzen mussten mit. Das war für sie Entscheidungsfaktor Nummer 1. Die Rasenfläche unterhalb ihres Balkons ihrer Erdgeschoßwohnung eignete sich hervorragend für einen kleinen Garten. Erholung von Alltag und Nähe zur Natur, genau das, was Regine Tielke suchte. Und heute, in Corona-Zeiten mit Beschränkungen, die uns alle och eine ganze Zeit bis zur Möglichkeit einer Impfung begleiten werden, ist der Garten und die vielen Pflanzen Balsam für die Seele. „Die alten Strukturen funktionieren gerade nicht mehr. Da müssen wir uns neue Wege suchen, mit den Gegebenheiten umzugehen“, sagt Claudius Oleszak von der TAG Wohnen. Der Standortchef des Unternehmens in Salzgitter weiß, wovon er redet. „Auch wenn nicht jede Wohnung der TAG einen Balkon hat, so gibt es doch viele Gärten hinter den Häusern, die man bei uns Pachten kann. Hunderte Mieterinnen und Mieter haben das in der Vergangenheit bereits getan“, weiß Oleszak. Wer nicht so viel Pflanzen pflegen möchte wie Regine Tielke, für den sind sicherlich ein schöner Rollrasen, eine kleine Kräuterecke oder ein paar Himbeer- oder Johannisbeersträucher eine passende Alternative. „Hauptsache raus bei schönes Wetter“! Das sagt auch Ines Volkmann, als wir ihr am Gartenzaun ihres Mietergartens begegneten.

Für Maria Markgraf ist dagegen der Balkon ihre kleine Erholungszone. Jetzt, wo man gerade zur Risikogruppe zählt, ist ein Balkon eine wunderbare Möglichkeit, zu entspannen. Und die Fläche, die man zu pflegen hat, damit es schön grünt und blüht, ist überschaubarer als die von Regine Tielke mit ihren 150 verschiedenen Pflanzen. Ihr Balkon ist ihr kleines Königinnenreich, mag man ihrem strahlenden Lächeln im Gesicht entnehmen.

Was sagt nun der Experte für Fitness und Gesundheit, Prof. Dr. Froböse von der Sporthochschule Köln, dazu? Froböse gegenüber unserem MieterMagazin: „Bewegung und Sport an der frischen Luft bieten unseren Organismus und damit all unseren 60 Billionen Körperzellen nicht nur frischen Sauerstoff, sondern vor allen Dingen ist dies auch eine direkte Stimulation des Immunsystems und damit eine Stärkung unserer Abwehr! Sonne, Wind und Temperaturreize sind hervorragende Initiatoren der Anpassungen und Verbesserung unserer körpereigenen Abwehrreaktionen! Und darüber hinaus ist das Aktivsein draußen die einzige Möglichkeit ausreichend Vitamin D zu produzieren, denn nur wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft, kann der Körper dieses so wichtige Vitamin für viele biologische Funktionen produzieren. Bewegung an der frischen Luft ist also in der Tat ein wichtiger Motor für Fitness, Gesundheit und Vitalität, trainiert unser Immunsystem und sorgt für gute Laune weil ausreichend Vitamin D produziert wird!"

Eine neue britische Langzeitstudie über fast 10 Jahre und mit über 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommt zum gleichen Ergebnis: Gartenarbeit und Aufenthalt im Freien reduziert Stress, Isolation und Depression und stärkt außerdem das Immunsystem. Zudem glauben 80 Prozent der Briten, dass Gartenarbeit sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt.

Die Ratsfraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Salzgitter stimmt dem zu und ist einer Meinung mit Regine Tielke, Maria Markgraf oder Ines Volkmann. „Freizeit ökologisch und solidarisch gestalten“, heißt denn auch die politische Stadtratsinitiative, die den Freizeitwert von Naturflächen hervorhebt. „Viele Häuser der Wohnungsunternehmen in Salzgitter sind mit Gärten ausgestattet, die durchaus mit beispielsweise Gemüse bebaut oder mit Möbel gestaltet werden könnten“, weiß Emily Isabell Bäter von der Fraktion. „Außerdem stärkt Gärtnern die Gemeinschaft“, fügt Bäter hinzu. „Und gerade Solidarität ist jetzt als Schmiermittel für den Umgang mit angespannten Zeiten besonders wichtig“, ergänzt Oleszak.

Infos zur Anpachtung von Gartenflächen bei der TAG Wohnen gibt es unter info@tagwohnen-sz.de.