Neuer Look mit Laminat

Laminat bietet edle Holzoptik zum günstigen Preis und ist eine schöne Alternative zu Teppich- oder Parkettboden. Wir zeigen, worauf es – neben etwas handwerklichem Geschick – ankommt, wenn Sie Laminat verlegen möchten.

Messen Sie zunächst aus, wie viel Material Sie benötigen. Rechnen Sie zur Grundfläche des Raumes noch zehn Prozent für Verschnitt hinzu. Achten Sie beim Laminat auf die Nutzungsklasse (NK): NK 21 ist für geringe Nutzung geeignet (z.B. Schlafzimmer), NK 22 für mittlere (Wohn-, Esszimmer) und NK 23 für intensive Nutzung, zum Beispiel Küche und Eingang.

Wird das Laminat auf Beton, Estrich oder Steinfliesen verlegt, brauchen Sie eine Dampfsperrfolie. Außerdem benötigen Sie eine Trittschalldämmung, manche Laminatsorten haben diese bereits eingebaut.

Vorbereitung

Vor dem Verlegen muss das Laminat für mindestens 48 Stunden in dem Raum lagern, in dem es verlegt werden soll. Der Raum darf nicht kälter als 18° C sein. An Material brauchen Sie – neben Laminat, Trittschalldämmung und evtl. der Dampfsperre – Abstandshalter und -keile, Stichsäge, Montageeisen, Hammer, Schlagklotz, Cuttermesser, Bleistift, Zollstock und Bohrmaschine mit Lochsägeaufsatz.

Der Untergrund muss sauber, trocken und möglichst eben sein. Teppichboden ist keine geeignete Unterlage und muss entfernt werden. Größere Unebenheiten sollten abgeschliffen oder mit Fließspachtel ausgeglichen werden. Noch ein Hinweis: Laminat sollte so verlegt werden, dass die Längsrichtung der Paneele parallel zum Lichteinfall verläuft.

Trittschalldämmung, Dampfsperre

Falls erforderlich, sollte zunächst die Dampfsperre ausgelegt werden. Legen Sie die einzelnen Bahnen in Längsrichtung des Laminats, lassen Sie etwa 20 cm überlappen und verkleben Sie die Nahtstellen. Rundum sollte die Folie etwa 10 cm über dem Boden an der Wand anliegen. Jetzt folgt die Trittschalldämmung, falls das Laminat nicht selber über eine solche verfügt. Hier bieten sich PE-Schaumfolie oder Platten aus Kork bzw. Filz an, die über die gesamte Fläche ausgelegt werden.

Verlegen des Laminats

Sägen Sie an den Paneelen der ersten Reihe zunächst die Federn – quasi die Längszapfen – ab. Legen Sie das erste Paneel in die linke Raumecke, mit der abgesägten Kante zur Wand. Setzen Sie immer Abstandshalter zwischen Wand und Paneel, der Laminatboden muss zu Wänden und anderen festen Elementen 12 – 15 mm Abstand haben.

Das nächste Paneel im Winkel von oben ansetzen, auf den Boden legen und erst in Längs-, dann in Querrichtung einklopfen. Ein Schlagklotz zwischen Paneel und Hammer verhindert Beschädigungen. Wenn ein Paneel gekürzt werden muss, bedenken Sie den erforderlichen Wandabstand. Nutzen Sie das beim Kürzen übrig gebliebene Stück als erstes Paneel der folgenden Laminatreihe, ergibt sich automatisch ein schönes Verlegemuster.

Heizungsrohre und Türen

Sind Heizungsrohre vorhanden, legen Sie das Paneel an die Rohre an und markieren deren Mittelpunkte auf dem Paneel. Dann das Paneel neben den Rohren an die Wand anlegen (Abstand bedenken) und erneut die Rohrmitte markieren. Im Kreuzungspunkt der Markierungen schneiden Sie mit einem Bohrer mit Lochsägenaufsatz Löcher für die Rohre.

Anschließend das Paneelstück absägen, die beiden Teile um die Rohre legen und mit Holzleim verbinden. Zu Türzargen 8–10 mm Abstand halten und die Fuge mit Acryldichtmasse füllen. Übergänge zu anderen Bodenbelägen können Sie mit Übergangsleisten kaschieren. Wenn auch im Nachbarraum Laminat liegt, müssen Sie eine Dehnungsfuge lassen, die ebenfalls mit einer Übergangsleiste verdeckt wird. Die Leisten werden im Boden verschraubt.

Fußleisten und Reinigung

Für den letzten Pfiff sorgen die Fußleisten. Sie müssen an der Wand befestigt werden, damit sich das Laminat ungehindert ausdehnen und zusammenziehen kann. Reinigen Sie Laminatböden höchstens nebelfeucht und lassen Sie keine Pfützen auf dem Boden stehen, sonst kann das Laminat aufquellen oder vergrauen.